#1143 --- 28.01.2012, 18:00
Selbstgemaltes zum Samstag


#1142 --- 27.01.2012, 12:48
Spaß mit Buchstaben
Es gibt einen Text von Max Goldt, in dem dieser darauf hinweist, dass das Wort Comicduo das einzige wirklich glaubwürdige Beispiel für ein Wort ist, in dem die Buchstabenfolge CDU vorkommt. Die vorgeschlagenen Analogbeispiele für SPD habe ich vergessen, aber als unbefriedigend in Erinnerung behalten. Ich habe zwei Wörter anzubieten:
1) Finncrispdose - eine Frischhaltebox für FinnCrisp
2) Knospdrang - der Trieb einer Pflanze, zu knospen
Zugegeben, den ersten Vorschlag würde man eher mit Trennstrichen schreiben. Für FDP gibt es leider überhaupt keinen Vertreter.
Nun aber Schluss damit! Solche Spielchen erfreuen sich schließlich in der Neonazi-Szene großer Beliebhteit; das Kleiderlabel Consdaple wurde ja nur kreiert, weil darin die Buchstaben NSDAP enthalten sind!
#1141 --- 24.01.2012, 19:34
Die besten Weblogs
Heute: chantalismus, eine Sammlung bescheuerter Kindernamen. Mit Beweisfotos, zum Beispiel von - passend zum gestrigen Zitat - Familienkutschen-Aufklebern. I don't want to live on this planet anymore.
#1140 --- 23.01.2012, 15:12
Das gute Zitat
"Also, people who put those stupid stick figure family stickers on their cars. Hey, random guy in the SUV ahead of me: I don't know you, and therefore I give two shits about how many people are in your family, nor do I care to see them individually represented in stick figure form. What do you want, some kind of cookie for reproducing? Congratu-fucking-lations, asshole, you plowed the putrid depths of your wife's womanhood enough times to impregnate her. You are truly a Prometheus in your unique reproductive abilities. Fuck off."
YamSack Agonistes, im Something-Awful-Thread 'Trivial Things That Unreasonably Enrage You'
#1139 --- 22.01.2012, 18:10
Gaucho erklärt Memes: Anxiety Cat

Die Vorlage für dieses recht neue Meme ist schon mehrere Jahre alt. Die Katze tauchte erstmals um 2007 auf einem Demotivational Poster mit dem Caption "What has been seen cannot be unseen" auf. Die Anxiety Cat ist eine Kreuzung aus zwei meiner Lieblings-Memes, dem Socially Awkward Penguin und dem Paranoid Parrot. Wie mit diesen beiden kann man sich auch mit der Katze sehr häufig identifizieren (und mit "man" meine ich "mehr Leute als man glauben mag").







Zuvor in dieser Rubrik:
  • Horrifying House-guest (24.11.2011)
  • David Silverman (29.08.2011)
  • Bear Grylls (19.05.2011)
    #1138 --- 20.01.2012, 20:13
    Drei Künstler
    Für alle, die surreale Kunst so sehr mögen wie ich, sei hier auf drei hervorragende moderne Vertreter dieser Richtung verwiesen:
  • Tetsuya Ishida, ein Japaner, der leider 2005 im Alter von nur 31 ums Leben gekommen ist. In seinen Bildern verschmolz er Menschen mit Maschinen und Alltagsgegenständen, um das moderne Leben vorzuführen. Galerie.
  • Jacek Yerka ist deutlich von Hieronymus Bosch beeinflusst und kreiert detaillierte Fantasywelten - fliegende Städte kommen beispielsweise oft bei ihm vor. Einfach mal googeln. Seine Bilder sind sehr gut als Desktophintergründe geeignet (das klingt irgendwie abwertend, ist aber nicht so gemeint).
  • Grzegorz Kmin zeichnet mit feinem Strich - äh, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Gequälte Humanoide? Ja, das scheint das Hauptthema zu sein. Hier ist der Webauftritt (slightly not mind-safe).
    #1137 --- 19.01.2012, 12:42
    Meine Lieblingswörter der englischen Sprache
    fiend
    juggernaut
    horseradish
    scallywag
    lozenges
    outlandish
    cummerband
    jamboree
    shenanigans
    #1136 --- 16.01.2012, 22:04
    Bizarre Serviervorschläge

    "Wir empfehlen die klassische Einnahme mit Hilfe eines Kompottlöffels. Sollte jener Löffel allerdings groß genug sein, und der Apfelstrudel-Joghurt ist Ihnen zu wenig apfelstrudelig, warum legen Sie dann nicht noch ein Stück Apfelstrudel obendrauf? Und einen Apfel? Und wenn dann noch Platz ist: drei Zimtstangen, für die subtile Zimtnote. Muuuuund auf!"
    #1135 --- 15.01.2012, 17:10
    Mein Feind
    Achtung, dieser Text wird ziemlich lang. Aber es ist mir wichtig, ihn zu schreiben; ich schiebe dieses Anliegen schon seit gut einem Jahr vor mir her. Also:
    Ich hatte tatsächlich einmal einen Feind. Wobei diese Feindschaft nur unidirektional war. Ob die Person, die ich meine, mich ebenfalls hasste, weiß ich nicht. Aber oh, wie ich sie verachtete! Mario K. hieß der Unmensch, und er war mein Zivildienst-Kollege. Es handelte sich um eine durch und durch verdorbene Kreatur, ein bös-artiges, strunzdummes, dickärschiges, trichterbrüstiges Scheusal der übelsten Sorte. Egoistisch war er und arrogant, wähnte sich dabei als Charmeur, als Frauenheld gar. Einen mieseren Nichtsnutz hat's nie gegeben, es war ein Esel in Teufelsgestalt in Menschengestalt. Je länger ich mit ihm zusammenarbeiten musste, desto intensiver wurden meine Mordfantasien. Aber ich schwieg. Ich kniff die Zähne zusammen und dachte mir: 'Das steh ich schon durch; geh ich ihm halt aus dem Weg, wann immer es möglich ist.'
    Die verwerflichste Missetat, die sich das Schwein je erlaubte, war die folgende. Eines Tages hatte ein Mitarbeiter unserer Abteilung seinen Ausstand gegeben und dazu einige Speisen mitgebracht. Am Ende des Tages war davon noch etwas übrig, nämlich eine ganze Schüssel mit süßem Schmand. Der Mitarbeiter wies uns - Mario K. und mich, die wir an diesem Tag Spätschicht hatten - auf diesen Umstand hin und ermunterte uns, den Schmand noch aufzuessen. Gut, entschieden wir, so soll's sein, aber zuvor wollen wir noch unsere Arbeit erledigen. Wir zwei trennten uns also und gingen unseren Zivildienst-Diensten nach. Circa eine Stunde später, als ich fertig war, ging ich in die Küche, um mir eine Portion des Schmandes zu geneh-migen. Doch was musste ich dort vorfinden? Genau: jenen Mario K., diesen hunds-gemeinen Drecksteufel, der bereits die gesamte Schüssel Schmand leergefressen hatte!!! Belämmert grinste er mich noch an, während ich rückwärts aus der Küche schritt, um meinen Heimweg anzutreten, bevor ich mich zu einer Bluttat hinreißen ließ.
    Ich habe dann nur noch ganz wenige Worte mit ihm gewechselt, bevor er endlich ausschied (zum Glück lange vor meinem eigenen Ausscheiden). Einen kleinen Moment der Rache hatte ich aber doch noch. Es war an einem warmen Tag, da brachte der Mistkerl eine Packung Eiskrem mit auf Arbeit. Weil es nicht mal dieser Gierschlund schaffte, 500 ml Eis zum Frühstück zu verspachteln, wollte er die Schachtel ins Tiefkühlregal stellen. Dummerweise hatten wir gar kein Tiefkühlregal, weshalb der Idiot das Speiseeis ohne zu zögern ... im Betäubungsmittel-Kühlfach verstaute! Daraufhin verpetzte ich ihn bei der Hygiene-Beauftragten, was einen herrlichen Mega-Anschiss zur Folge hatte.
    Was aus dem Scheißtypen geworden ist, konnte ich nicht feststellen, Google kennt zu viele Namensvettern. Ich glaube, er wollte damals irgendwas mit Mikrochips machen. Naja, vielleicht sitzt er auch im Knast, hähä.
    #1134 --- 11.01.2012, 23:17
    First World Problem #555

    #1133 --- 09.01.2012, 20:29
    Strom
    Als ich neulich spaßeshalber meine über zehn Jahre alte Lavalampe einschalten wollte, machte es *bumm* - die Glühlampe war durchgebrannt. Bis jetzt ist es mir nicht gelungen, einen Ersatz aufzutreiben (es handelt sich um eine extrakleine 40W-Birne). Für alle anderen Größen habe ich mir Vorräte angelegt. Ich kenne einen kleinen Ramschladen, der immer noch die guten alten Nicht-Energiesparlampen verkauft. Wer weiß, wie lange noch! Was passiert, wenn eine von diesen modernen Lampen den Geist aufgibt? Ich wette, die gehen einfach aus, ohne *bumm* zu machen. Ich will aber, dass es *bumm* macht! So werden wir Menschen dran erinnert, dass wir nur kleine Würstchen sind, die die Urgewalt des elektrischen Stroms immer noch nicht ganz beherrschen, und dass wir davor Respekt haben sollten. Manchmal funkt und knistert es auch, wenn man einen Stecker in eine Steckdose steckt. Man fühlt sich sofort ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Ist es nicht herrlich, wenn Kabel heiß werden, Transistoren brummen oder Kronleuchter flackern? Bald wird die Zeit des kabellosen Stroms anbrechen. Wie das funktionieren soll, kann ich mir nicht vorstellen. Holt man sich da den Strom mit mobilen Empfängern aus der Luft?
    Was ganz Anderes: Wenn ich mein Smartphone an meinen Laptop zur Datei-übertragung anschließe, wird gleichzeitig der Akku des Smartphones aufgeladen. Das geschieht auch, wenn ich den Laptop runterfahre, aber nur, wenn ich ihn am Stromnetz angeschlossen lasse. Ich wünschte mir, das ginge auch, wenn der Laptop nur im Akkubetrieb ist. Dann würde der Akku des Handys dem Akku des Laptops die restliche Energie entziehen. Wie eine Mücke, die einem Elefanten das Blut absaugt, damit sie leben kann!
    #1132 --- 08.01.2012, 19:38
    YouTube killed the video star
    Noch ein schnell hingeschmierter rant zum Sonntagabend. YouTube nervt! Erinnert ihr euch noch an vor fünf, sechs Jahren, als es ALLES, wirklich alles bei YouTube gab? Jede kleine, noch so abwegige Szene aus einem Film oder einer Serie, die einem gerade einfiel, konnte man auf der Videoplattform insta anschauen. Es war die Zeit der "YouTube-Sessions", die auf Privatpartys zu fortgeschrittener Stunde einberufen wurden. Man setzte sich an einen Rechner und konsumierte Dutzende von Videos - jeder hatte etwas beizutragen, und alles war vorrätig. Heute ist YouTube die machtlose Bitch der großen Netzwerke, die alles rigoros löschen lassen. Mindestens genau so schlimm wie mit Fernseh-/Filmclips verhält es sich mit Musikvideos und Liedern. Alles weg. Im Grunde wäre jetzt der richtige Punkt für eine Renaissance der Musiksender.
    #1131 --- 06.01.2012, 10:23
    Once again: Abreißkalender
    Die Haushaltstipps auf Kalenderblättern sind oft von ulkiger Natur. Das heutige rät mir hinsichtlich der Pflege von Lederhandschuhen, dass man diese bei Schnee- und Regenrändern "hin und wieder mit Milch" einreiben solle. Und: "Matt gewordenes Leder können Sie mit der Innenseite einer Bananenschale einreiben". Ah ja, und das Futter wird dann mit Joghurt behandelt?
    #1130 --- 05.01.2012, 10:14
    Traumprotokoll
    Ich wollte mir an einer Eisdiele ein Eis kaufen. Die Auswahl der Sorten zog sich lange hin, denn diese trugen schwer zu deutende englische und pseudo-italienische Namen. Also musste anhand des Aussehens gewählt werden. Nachdem ich zwei köstlich anmutende Sorten erkoren und diese bei dem Eisdieler geordert hatte, kam der Schock. Der Eismann nannte nämlich für die drei Kugeln (bemerkenswertes Detail: Er hatte ohne meine Zustimmung von einer Sorte zwo Kugeln auf die Waffel getan!) - für diese drei Kugeln also nannte er den Preis von 29 Euro 95!!! Ich erstarrte zunächst und konnte mich zu dieser unglaublichen Summe nicht äußern, doch der Eisverkäufer fing bereits an, Wechselgeld auf die Theke zu legen - obwohl ich ihm doch noch nichts gezahlt hatte. Unter den Wechselmünzen befand sich nun ein portugiesisches Centstück, auf dessen nationaler Seite Ramses II. abgebildet war (ich konnte sogar den Namen 'Ramses II' erkennen, dabei kann man doch angeblich im Traume nicht lesen). Diese Münze wollte ich natürlich haben. Zudem fielen mir die vielen anderen Kunden auf, die sich an den horrenden Preisen offenbar nicht störten. Warum kosteten die drei Kugeln eigentlich 29,95 €, ein Betrag, der sich nicht durch 3 teilen lässt? Bezahlte man die Waffel extra? Schließlich siegte aber meine Vernunft und ich weigerte mich zu zahlen. Ich beschimpfte den Eismann und versuchte mich an den Faktor zu erinnern, den ein Produkt kosten muss, damit man jursitisch von Wucher sprechen darf. Da wachte ich auf.
    #1129 --- 03.01.2012, 10:50
    Worüber "ganz Deutschland" 2011 angeblich "diskutiert" hat
    - Autokennzeichen
    - das Lierhaus-Gehalt
    - Integration
    - die große Abrechnung
    - wie das geschehen konnte
    - Wer ist denn nun besser: Westernhagen oder Carpendale?
    - eine Romanze
    - Darf so einer den BAMBI bekommen?
    - Streit zwischen Michael Ballack (34) und Joachim Löw (51)
    - "worüber eigentlich genau?" (focus.de)
    (Quelle: Google)
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